Abrahams Erben – Wie religiös ist heute jüdisches Denken?

© Benyamin Reich
© Benyamin Reich

© Benyamin Reich

Endlich ein Berliner Jüdischer Salon! Wir freuen uns darauf, Sie bei der Premiere begrüßen zu dürfen!

Ein Projekt der Salonièren Marion Kollbach und Sonia Simmenauer und der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus – KIgA e.V.

Donnerstag, 25. November 2021 - 19:30 Uhr
Salon im Café Hardenberg, Hardenbergstraße 10

Abrahams Erben – Wie religiös ist heute jüdisches Denken?

Benyamin Reich und Netanel Olhoeft im Gespräch mit Elad Lapidot

Uns interessieren die Fragen der jüdischen Tradition und ihre Übersetzung in die heutige Zeit und ihr Fortleben: Gesetz, das Verlassen der Heimat, Exil, die Fremde, die Mission. Wir laden Sie ein, sich unseren Fragen und unserer Suche anzuschließen und im intimen schönen Rahmen – dem Café Hardenberg – dem persönlichen Gespräch unter unseren Gästen beizuwohnen, sich anregen zu lassen und schließlich mit einem Korb voller neuer Fragen nach Hause zu gehen.

Für den Auftakt am 25. November d.J. diskutieren drei Gäste rund um die Frage der Orthodoxie und jüdischen Denkens. Der israelische Künstler Benyamin Reich und der Berliner Rabbiner Netanel Olhoeft sind spiegelbildlich aus der charedischen Welt aus- und in sie eingezogen. Der  in Jerusalem geborene Philosoph Elad Lapidot ist auf dem Weg seiner Forschung zur talmudischen Denktradition über Paris in Berlin gelandet. Er wird das Gespräch führen.

Für Benyamin Reich baut die jüdische Tradition auf dem Erbe des Aussteigers Abraham auf. Er ist als junger Mann der Orthodoxie entflohen und hat in Paris studiert. In seinem Denken hat sich das Aufwachsen in der charedischen Community in Bnei Berak in Kunst übersetzt, in eine feine, weise Sensibilität. Welchen Blick wirft sein Ausstieg auf die Werte im Westen und den unaufhaltsamen Fortschrittsglauben?  Er lebt heute als Fotograf in Berlin. Gegenstand seiner Kunst sind die charedische Welt und die deutsch-jüdische Beziehung. Netanel Olhoeft wiederum hat aus einer säkularen jüdischen Familie in Berlin stammend als Jugendlicher in dem geschriebenen Wort seinen Weg gesehen, den gegenteiligen Pfad eingeschlagen und sich für ein Leben als Charedim entschieden, weit weg von dem Ort, dem er zugehörte. Nach zehn Lehrjahren stieg er wieder aus. Er lebt heute als junger liberaler Rabbiner in Berlin.

Benyamin Reich © Benyamin Reich
Benyamin Reich © Benyamin Reich

Benyamin Reich © Benyamin Reich

Benyamin Reich, geboren und aufgewachsen in Bnei Brak, Israel. Besuch der Musrara School of Photography in Jerusalem und der École nationale supérieure des beaux-arts in Paris sowie der Bezalel Academy of Art and design in Jerusalem. Zahlreiche Ausstellungen u.a. in Jerusalem, Haifa, Tel Aviv, Rotterdam und in Berlin in der Alexander Ochs Private Galerie. Seit 2009 lebt er in Berlin.

Netanel Olhoeft © Benyamin Reich
Netanel Olhoeft © Benyamin Reich

Netanel Olhoeft © Benyamin Reich

Netanel Olhoeft, geboren in Berlin, Studium der Philosophie und Jüdischen Theologie in Berlin und Potsdam, Yeshiva-Aufenthalt in Bnei Brak, Israel, rabbinische Studien in Potsdam und Los Angeles. Er wurde 2020 vom Zacharias Frankel College zum Rabbiner ordiniert. Er promoviert, forscht und lehrt an der School of Jewish Theology an der Universität Potsdam und lebt in Berlin.

Elad Lapidot
Elad Lapidot

Elad Lapidot

Elad Lapidot, geboren in Jerusalem, ist Professor für jüdische Studien an der Universität Lille, Frankreich. Er promovierte in Philosophie an der Pariser Sorbonne und lehrte Philosophie, jüdisches Denken und Talmud an zahlreichen Universitäten. Seine Arbeit wird von Fragen nach dem Verhältnis von Wissen und Politik geleitet. Zuletzt erschienen von ihm „Anti-Anti-Semitismus“ sowie zusammen mit Micha Brumlik „Heidegger and Jewish Thought. Difficult Others“. Erstübersetzung von Hegels Phänomenologie des Geistes ins Hebräische.


Bitte beachten Sie unsere Sicherheitsmaßnahmen

Wir führen unsere Veranstaltungen im 2G-Modell durch. Der Zutritt wird nur geimpften und genesenen Personen möglich sein. Alle Besucher:innen benötigen den Nachweis einer vollständigen Impfung oder einer Genesung mit Personalausweis. Es müssen FFP-2 Masken oder medizinische Masken getragen werden.

Eintritt frei
Anmeldung unter der Email info@salon-ich.berlin ist für die Teilnahme erforderlich.


Der Salon im Café Hardenberg ist ein Projekt der KIgA e.V. (Kreuzberger Initiative gegen Antisemistismus)

gefördert von der Alfred Landecker Foundation


Liebe Besucher:innen,

zu unserem großen Kummer haben wir eben die Nachricht bekommen, dass Elad Lapidot plötzlich erkrankt ist und den Abend heute nicht leiten kann. Er wie auch Benjamin Reich und Netanel Olhoeft hatten sich so darauf gefreut und vorbereitet, dass wir diesen Abend unbedingt in der Form halten wollen und deswegen leider leider die Veranstaltung verlegen müssen. Wir werden so schnell wie möglich einen Ersatztermin finden und Ihnen diesen mitteilen.

Es tut uns unendlich leid. Wir hatten uns über den Zulauf, die Erwartung und überhaupt auf diesen besonderen ersten Salon Abend sehr gefreut.  Aber in diesen schwierigen Zeiten ereignet sich Unvorhergesehens leider manchmal öfter als Vorhergehsehenes.

Herzliche Grüße,
Marion Kollbach und Sonia Simmenauer